April 30, 2012 um 10:10 pm
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Wann wir wieder in die Toskana fahren werden, steht in den Sternen. Ellen und meine Einschätzungen pendeln zwischen fünf und zehn Jahren. Mehr Toskana geht nicht, andere Projekte stehen auf der Agenda und für einen Kurzurlaub tendieren wir seit letztem Jahr eher zu Kaltern am See in Südtirol, wo wir im Weingut Sölva unsere Weinvorräte einkaufen.
Nettes kleines Spargelmittagessen im benachbarten Gasthof zur Linde, dann ein Einkauf im Südtiroler Bauernmarkt unterhalb von Castel Juval. Heimfahrt.
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April 29, 2012 um 11:13 pm
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Ich habe noch gar nicht über das Wetter geschrieben: Sonne, 28 Grad am Freitag und am Sonnabend, wir sind nur ein wenig falsch gekleidet! Aber heute regnet es auch zwischenzeitlich und die Temperatur ist etwa zehn Grad niedriger, somit sind unsere Wachsjacken (nach über 18 Jahren Ehe sind Ellen und ich im Partnerlook…) nicht umsonst als wir am Parkplatz vor San Galgano aussteigen.
Was für ein Parkplatz mag der geneigte Leser jetzt fragen. Ist San Galgano nicht die “Kirchenruine wie im Traum versunken” abseits der Touristenströme? Heute nicht mehr. Motorradclubs, Familien und Wohnmobilisten sind eingefallen, EU-Fördermittel haben den Parkplatz gesponsert, der aber prominent ignoriert wird: Parkt das erste Auto entlang der mit Halteverbotsschildern gesäumten Allee, parken da alle Italiener, was könnte der Staat hier Einnahmen machen (und von den Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen und illegalem Überholen ganz zu schweigen…).

Weiter zurück in die Vergangenheit: Das Hotel und Restaurant da Vestro. Hier begann vor knapp 19 Jahren alles, im Mai wird unser Toskanababy volljährig.
Seit Jahren unter neuer Leitung meinen wir jedoch die Köchin wiederzuerkennen, die Bilder an der Wand sind vertraut, die Speisekarte empfiehlt uns Crostini und Bruschetta, natürlich Wildschweingulasch mit Papardelle, Roastbeef und Tagliata, Spinat, Panna Cotta, Torte und natürlich einen Morellino di Scansano sowie Kaffee.
Fast schon zu viel Erinnerung und Romantik, das darf aber auch einmal sein! Wir spazieren durch die Gassen des vertrauten Ortes, denken an unsere Kinder, die wir mal alleine gelassen haben. Philosophieren, resümieren.
Zurück in Siena gehen wir am Abend in die Altstadt, der Palazzo Pubblico wird von Fackeln illuminiert.
Ein bleibendes Abschiedsbild.
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April 28, 2012 um 11:12 pm
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Um 10:00 Uhr kaufen wir zunächst im Supermarkt Pasta und Co. für die heimische Vorratskammer ein, dann bummeln wir durch Siena zur Kirche San Franceso, wo wir 2000 mit der Contrade La Giraffa das Abendessen vor dem Palio einnahmen. Die Gebäude rechterhand sind Universitätsgebäude der Fakultät Wirtschaftswissenschaften, Fachbereich Banken, die Studenten von einst sind heute für den Kurs des größten Arbeitgebers der Stadt verantwortlich und somit auch für das Wohl der Stadt. Sehen Ellen und ich die aktuelle Krise? Sind leere Restaurants Ende April ein Zeichen? Ein Dieselpreis von 1,75 Euro? Waren die Straßen jemals besser?
Wir sind unschlüssig, genauso wie bei der Frage, was wir mittags an notwendigen Kalorien zu uns nehmen sollen. So gibt es im Schnellrestaurant am Il Campo ein Teller Pasta mit Spargel und Safran, etwas Obst und ein Stück Torta della Nonna.
Auch wollen wir abends nicht in ein Restaurant gehen, da sich der potentielle Weinkonsum nicht mit der notwendigen Autofahrt zum Hotel verträgt. So kaufen wir Brot, Wurst, Käse und Wein ein und kühlen die Lebensmittel in der Hotelzimmerminibar, bevor wir eine kleine Rundfahrt durch das Chianti machen. Vagliari, Radda, Castellina und Monteriggioni sind die gewählten Orte. Schauen, bummeln, Weine probieren, fotografieren, Informationstafeln lesen und einfach mal glücklich sein.

Monteriggioni
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April 27, 2012 um 11:40 pm
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Nach dreieinhalb Jahren sind Ellen und ich wieder in Siena. Endlich!
Das erste Foto, immer das gleiche Motiv: Das Stadtpanorama von Siena. Immer der gleich erste Spaziergang: Vorbei am Fortezza, am Stadion (wo am Sonntag der AC Mailand die Sienesen mit 4:1 verprügeln wird), San Domenico, Montepaschi di Siena (nein, ich nehme nicht an der Jahreshauptversammlung teil; “The Parent Company’s Annual Report as at 31 December 2011 was approved today during the ordinary session of the Shareholders’ Meeting of Banca Monte dei Paschi di Siena. A net loss of EUR 4,644,377,577 was posted, with consolidated net losses amounting to EUR 4,685,274,102.”; bad news), Il Campo.
Wir essen in der Taverna der Capitano, die aktuell bei Tripadvisor auf Platz 44 von 188 steht, aber auch schon 2003 im Reiseführer vom Micael Müller Verlag Eerwähnung findet. Das Ambiente ist ansprechend, private Fotos rund um das Palio die Siena schmücken die Steinwände, ein Junggesellenabschied hebt die Lautstärke und junge Sieneserinnen gehen zum SMSen nach draußen, da der Netzempfang gestört scheint.
Unser Menü hat Höhen und Tiefen: Pici mit Knoblauch und Pecorino sowie Pasta mit Ragu sind typisch; das Kaninchen schmackhaft aber kalt, meine Scaloppine mit Vin Santo und Curry! ein gelungenes Experiment, an die vergessenen Kartoffeln hätte ich den schwergewichtigen Kellner lieber nicht erinnern sollen: eine fettgetränke Ungenießbarkeit, ein Glas Chianti und ein Bier für den Fahrer, zwei Kaffee. Die Rechnung bewegt sich im Rahmen des Üblichen.
Wir erfreuen und noch an der Fassade des Duomos bevor wir im Hotelzimmer eine Flasche Chianti Classico von Dievole trinken, die wir wie immer im Consorzio Agrario di Siena kaufen.
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Februar 2, 2012 um 7:03 am
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“Der 54-jährige MPS-Chef muss im Eiltempo bei der ältesten Bank der Welt eine Kapitallücke von 3 Mrd. Euro stopfen. Ganz Siena hofft, dass ihm das gelingt.”
…weiter bitte dem Artikel der ftd folgen.
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