Archiv für Mai, 2002

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Markenpiraten und Verkäufer von afrikanischem Schmuck lauern überall, ob in Florenz oder am Strand der Toskana. Es ist wie überall am Mittelmeer.
Nervig, jeden Tag von den gleichen generalstabsmäßig rund um das Mittelmeer verteilten jungen Männern – meistens aus Afrika – angesprochen zu werden. Ob Handtücher, Ketten oder Strandspielzeug, alles wird angeboten.
Manch einer mag das Feilschen ja mögen, wir nicht. In Immobilien scheint übrigens jeder zweite Italiener ( und natürlich auch viele Deutsche, die sonst nichts geschafft haben…) zu machen, der etwas Deutsch sprechen kann. Objekte, die kein Einheimischer freiwillig kaufen würde, werden den Touristen – urlaubsblind wie sie oft sind – häufig zu überhöhten Preisen angeboten. Die Toskanababies träumen natürlich auch vom Haus in der Toskana, welches auf einsam auf dem Hügel steht. Sie sind den Verlockungen jedoch bisher nicht gefolgt.
Wenn ihr auch mit den Gedanken spielt, lasst euch Zeit. Denkt bitte daran: das Objekt sollte auch notfalls wieder zu verkaufen sein, nicht nur an Touristen. Es gibt so schöne Objekte, die ihr alternativ mieten könnt. Das rechnet sich langfristig eigentlich immer besser.
Der Spiegel spricht in seiner Ausgabe Nr. 9/2001 unter dem Titel “Sog des Südens – die Flucht der Deutschen ans Mittelmeer” übrigens von ca. 120.000 -130.000 deutschen Immobilienbesitzern in Italien.
Davon wird ein Großteil sich sein Domizil bestimmt in der Toskana gesucht haben.

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