Historisches
1348
"Der schwarze Tod. [...] So sage ich denn: 1348 Jahre waren seit der heilbringenden Fleischwerdung des Gottessohns vergangen, als die edle Stadt Florenz, die schönste Stadt Italiens, von der todbringenden Pest heimgesucht wurde" (aus: Giovanni Boccaccio, Der Decameron). Ein Drittel der Bevölkerung starb.
1633 (22.Juni)
"Galileo Galilei widerruft vor der Inquisition … seine Lehre von der Bewegung der Erde." (aus: Bertold Brecht: Leben des Galilei)
1922 -1945
Das Leben im Faschismus und in den Zeiten des 2. Weltkrieges forderte in der Toskana nicht nur Tausende von Menschenleben (Italien: 330 000 Soldaten, 80 000 Zivilisten) auch wurden nach der Verabschiedung der faschistischen Rassegesetze jüdische Bürger deportiert (Italien: 8.000 Bürger) während der deutschen Besatzungszeit kam es am 12. August 1944 in dem Dorf S. Anna di Stazzema (LU) zum einem Massaker an 560 Menschen durch die deutsche Wehrmacht und SS. Das jüngste Opfer war ein Mädchen im Alter von 20 Tagen. Die "Gotenlinie" im Apennin, fiel erst im April 1945, nach heftigsten Kämpfen zwischen alliierten Truppen und deutscher Wehrmacht. Diese sowie die SS hatten zuvor die Politik der verbrannten Erde mit deutscher Gründlichkeit besonders im Norden der Toskana praktiziert: Es wurde zerstört und geplündert, solange es die Zeit noch erlaubte, tausende von Menschen, ganze Dorfgemeinden, vor allem in den Provinzen Pisa, Lucca und Arezzo, wurden von deutschen Soldaten oder der SS ausgelöscht. (Quelle: Michael Müller Verlag, Toskana-Reisehandbuch )
1966 (3. – 4. November )
Der Untergang einer Metropole Florenz und der Arno "Hochwasser gibt es in Italien aber nicht nur in der Po-Ebene. Auch in anderen Regionen Italiens treten häufiger schwerwiegende Überschwemmungen auf. 1966 zum Beispiel, damals war die Metropole der Toscana, Florenz, betroffen. Tagelang hatte es im Oktober heftig und andauernd geregnet. Am dritten November schließlich kam es zu regelrechten Wolkenbrüchen, die die ganze Toscana und den Rest Italiens heimsuchten. "
1969
In Italien gilt Malaria erst seit 1969 als endgültig ausgerottet. Nach der systematischen Trockenlegung der Sümpfe in der Maremma (und dem hartnäckigen Einsatz von DDT) fanden die Anophelesmücken keine Brutplätze mehr. In Marina di Grosseto entdeckte ich noch eine Informationstafel über die Malaria. Verständlich, dass die Sorge von der italienischen Krankheit berührt zu werden noch in den Köpfen der Menschen ist. Schließlich hatte sie Jahrtausende die Gegend praktisch unbewohnbar gemacht.
1993 (27.05.)
Florenz : Im Zentrum von Florenz explodiert eine von der Mafia gelegte Autobombe, durch die sechs Menschen sterben und weitere 30 verletzt werden. Die historischen Uffizien werden durch das Attentat schwer beschädigt, die Restaurierung dauert mehrere Jahre.
