Brisighella und Marradi
Was soll es, die Sonne lacht, Fotowetter, es ist Markttag in Brisighella, ich habe bis zum Nachmittag Zeit I borghi più belli d’Italia zu erkunden.
In der Tourismuszentrale des Ortes lasse ich mir nach meinem Rundgang von zwei sehr hilfsbereiten Damen stapelweise Prospekte von der Terre di Faenza und einigen Agritourismen in die Hand drücken. Ich bin mir sicher, dass ich mit meiner Familie wiederkommen werde. Vor der Fahrt nach Marradi (also kurz zurück in die Toskana) zapfe ich mir noch ein Becher Milch aus dem am Straßenrand stehenden Milchautomaten!
Eine Strada del Marrone del Mugello di Marradi haben sich die Tourismusexperten hier als Attraktion der Gegend einfallen lassen. Wie auch das Casentino oder die Garfagnana hat die Landschaft ihren eigenen Reiz, man kann sogar mehrmals am Tag mit dem Zug für vier Euro vierzig in die Provinzhauptstadt Florenz fahren. Wer aber nicht wandern oder radeln will, sollte andere Urlaubsorte in der Toskana wählen. Wein wächst hier an Nordhängen der Appenninen auch nicht, der Anbau beginnt erst Talabwärts des Lamone in Brisighella.
Eine Ergänzung in Sachen Wein. MERUM schrieb vor einem Jahr: “Mit dem Namen Sangiovese di Romagna verbinde ich fruchtige, trinkige Weine, die fröhlich machen. Aber fröhlich wurde ich bei der Verkostung der rund 60 Weine nicht. Das Fazit vorweg: Drei der verkosteten Weine würde ich trinken, sieben erhalten ein „Ja, aber“, 38 schmecken mir nicht, weil sie nicht frisch, nicht ganz sauber oder von neuem Holz geschädigt sind, neun Weine waren gar deutlich fehlerhaft. Ich habe mir ganz eindeutig zuviel versprochen von dieser Verkostung. ” Mehr…
Aber, wie gesagt: Ravenna, Ferrara und Bologna sind Pflichtprogramme für Italienreisende. (Faenza, Imola, Rimini und Comacchio sind sicherlich auch noch einen Abstecher wert…) Und abends sollte man sich in die sanften Hügel der Appenninen zurückziehen. Vielleicht nächstes Jahr.






